Unsere Technologie: VTC-Anlagen
Die vapothermale Carbonisierung (VTC) ist eine zukunftsfähige Technologie zur Umwandlung biogener Reststoffe in CO₂-neutrale Biokohle – effizient, skalierbar und industriell erprobt.
Vapothermale Carbonisierung (VTC)
Die vapothermale Carbonisierung (VTC) ist ein thermochemischer Batch-Prozess, mit dem biogene Rohstoffe und Abfälle gezielt in kohlenstoff-
reiche CO₂-neutrale Biokohle umgewandelt werden – natürliche Ressourcen für eine nachhaltige CO₂-Kreislaufwirtschaft (“from waste to value”).
V
T
C
apo – Nutzung von Dampf als Reaktionsatmosphäre
hermal – Einsatz von Hitze zur gezielten Reaktion
arbonisierung – Umwandlung organischer Bestandteile in Kohlenstoff
In unserer VTC-BioCarbonTech-Anlage werden die biogenen Rohstoffe unter kontrolliertem Druck (22–23 bar) und bei einer Temperatur von 220 °C karbonisiert. Während des Karbonisierungsprozesses werden verschiedene Heteroatome (hauptsächlich Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Schwefel) aus der Biomasse ausgetrieben. Dies erhöht den relativen Kohlenstoffanteil in der Biokohle erheblich. Auf diese Weise wird
der natürliche Karbonisierungsprozess, der in der Natur Millionen von Jahren dauert, innerhalb weniger Stunden nachgebildet.
Das Ergebnis: CO₂-neutrale Biokohle, die entweder als Energieträger eingesetzt oder zur dauerhaften CO₂-Bindung genutzt werden kann – die Grundlage für wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle.
Vom Rohstoff zu CO₂-neutraler Biokohle – Prozessüberblick
Input – Biogene Rohstoffe und organische Abfälle, z. B. Holzreste, Grünabfälle, Gärreste, Klärschlämme.
Prozess – Die vapothermische Karbonisierung erfolgt in beheizten Autoklaven (Karbonisierungsreaktoren) im Batch-Prozess. Die Biomassen werden
in Loren gefüllt und in die beheizten Autoklaven transportiert und dort erhitzt, bis eine Sattdampfatmosphäre von 220 °C und 23 bar erreicht ist
Output – Hochwertige CO2-neutrale Biokohle – homogen, lagerfähig und flexibel konfetkionierbar (z.B. Staub, Pellets, Briketts, etc.)
VTC im Vergleich zu klassischen Carbonisierungsmethoden
Die vapothermale Carbonisierung (VTC) ist eine innovative Weiterentwicklung bestehender Karbonisierungsverfahren. Im Vergleich zur
hydrothermalen Carbonisierung (HTC), zur Pyrolyse sowie zu konventionellen thermischen Verwertungsverfahren bietet die VTC-Technologie
entscheidende Vorteile für den industriellen Einsatz – inbs. in Bezug auf Prozessstabilität, Durchsatz und Flexibiltät der verwendbaren
Biomassen.
Vorteile der VTC-Technologie
- Höhere Prozesseffizienz
- Kürzere Karbonisierungszyklen und somit höhere Durchsatzleistung // höherer Output an Biokohle
- Geringerer Energiebedarf und optimierte Energierückgewinnung. Etwa 60 % der Prozesswärme wird zurückgewonnen und kann für andere Zwecke genutzt werden (z. B. Kühlsysteme für Gebäude oder Trinkwasserentsalzungsanlagen)
- Geringere Menge an Prozesswasser. Der Großteil des Prozesswasser (ca. 90%) kann bereits bei niedrigeren Temperaturen als relativ sauberes Kondensat abgezogen werden und lässt sich aufgrund des hohen Ammoniumgehalts als Flüssigdünger einsetzen.
- VTC-Anlagen sind aufgrund des modularen Baukastensystems beliebig skalierbar und lassen sich problemlos an den jeweiligen Kapazitätsbedarf anpassen.
- Robuste industrielle Umsetzung durch Einsatz von am Markt bewährten Komponenten (z.B. Autoklaven)
- Nutzung fast aller Biomassen möglich // Mischung unterschiedlicher Biomassen problemlos möglich
- Geringere Anforderungen an Vorbehandlung der Biomassen (keine aufwendige Zerkleinerung oder Aufbereitung notwendig)
Hohe Flexibilität der Einsatzstoffe
Unsere VTC-Anlagen können nahezu jede Art biogener Rohstoffe und Abfälle verarbeiten – von Holzresten, Strauchschnitt, Pflanzenmaterial und landwirtschaftlichen Reststoffen bis zu kommunalen Abfällen und Klärschlämmen. Ein wesentlicher Vorteil der VTC-Technologie liegt in den geringen Anforderungen an die eingesetzten Biomassen. Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist keine aufwendige Zerkleinerung oder Aufbereitung notwendig.
Auch die Mischung unterschiedlicher Biomassen ist problemlos möglich. Dadurch lassen sich heterogene Stoffströme wirtschaftlich verwerten und Investitions- sowie Betriebskosten deutlich reduzieren.




Eigenschaften & Vorteile der CO₂-neutralen Biokohle
CO2-neutrale Biokohle zeichnet sich durch einen hohen Kohlenstoffgehalt, optimale Heizwerte, gute Lagerfähigkeit und vielfältige
Anwendungsmöglichkeiten aus.
Hoher Kohlenstoffgehalt & Heizwert
Die CO₂-neutrale Biokohle erreicht Heizwerte, die zwischen denen von
Braunkohle und Steinkohle liegen. Für Betreiber von Produktionsstätten
bietet dies die Möglichkeit, fossile Brennstoffe durch einen leistungsstarken
Festbrennstoff aus CO₂–neutraler Biokohle zu ersetzen – und zwar ohne bauliche Änderungen an den Produktionsstätten.
Flexibilität & Anpassbarkeit
Die mit VTC-Anlagen erzeugte CO₂-neutrale Biokohle kann gezielt an verschiedene Einsatzbereiche anpasst werden. Restfeuchte, Form (Staub, Pellets, Briketts) und Kohlenstoffgehalt können individuell an die Anforderungen verschiedener Anwendungsbereiche angepasst werden.
Hohe Lagerfähigkeit & Qualität
Die CO₂-neutrale Biokohle ist homogen, stabil und dauerhaft lagerfähig. Dadurch eignet sich CO₂-neutrale Biokohle sowohl für kontinuierliche
industrielle Prozesse als auch für Anwendungen zur Kohlenstoff-Speicherung (C).
Vereinigung von Ökologie & Ökonomie
Der Einsatz von CO₂-neutraler Biokohle verbindet messbaren Klimaschutz mit klaren wirtschaftlichen Vorteilen. 1 Tonne CO₂-neutrale Biokohle bindet
dauerhaft bis zu 2,5 Tonnen CO₂-Äquivalente. Dieses CO₂ wird der Atmosphäre entzogen und entweder CO₂-neutral genutzt oder dauerhaft eliminiert.
Geschäftsmodelle – Klimawirkung trifft industrielle Wertschöpfung
Die mit der VTC-BioCarbonTechnologie erzeugte CO₂-neutrale Biokohle kann flexibel in zwei wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodellen
verwendet werden, die jeweils sowohl einen positiven ökologischen als auch ökonomischen Beitrag leisten.
Nutzung der Biokohle als CO₂-neutraler Ersatz für fossile Brennstoffe oder als dauerhafter Kohlenstoffspeicher mit CO₂-negativer Wirkung
Ersatz fossiler Brennstoffe (CO₂-neutral)
Durch die Nutzung von biogenem Kohlenstoff, der zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen wurde, entstehen beim Verbrennen keine zusätzlichen fossilen CO₂-Emissionen (CO₂-neutral).
Typische Anwendungsbereiche sind energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie, die Zementindustrie, Kalkwerke oder Heizkraftwerke.
Es sind fast keine Umbauten an bestehenden Produktionsstätten erforderlich, wenn von fossilen Brennstoffen auf CO₂-neutrale Biokohle umgestellt wird.
Wirtschaftlicher Nutzen:
Reduktion fossiler Brennstoffkosten
Entfall von CO₂-Abgaben und Zertifikatskosten
Industriell erprobter, skalierbarer Einsatz
Dauerhafte CO₂-Bindung durch Einlagerung (CO₂-negativ)
Durch die dauerhafte Speicherung von Biokohle wird der aus der Atmosphäre gebundene Kohlenstoff aus dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf entfernt. Dies führt zu einer CO₂-negativen Klimawirkung und trägt aktiv zur Reduzierung des bereits in der Atmosphäre vorhandenen CO₂ bei, wodurch die Erreichung der Netto-Null-Ziele bis 2050 unterstützt wird. CCUS ermöglicht die Teilnahme an den CO₂-Emissionshandelsmärkten (verpflichtend oder freiwillig) sowie die Vermarktung von CO₂-Zertifikaten.
Wirtschaftlicher Nutzen:
Teilnahme an Märkten für Emissionszertifikate
Monetarisierung von CO₂-Zertifikaten und Klimaschutzmechanismen
Einsparung von Zertifikatskosten für bis zu 2,5 Tonnen CO₂ pro Tonne Biokohle
Industrielle VTC-Anlagen – skalierbar, modular, robust
Die VTC-Anlagen von VTC BioCarbonTech ermöglichen Betreibern die kontinuierliche, planbare Herstellung von CO₂-neutraler Biokohle.
Damit schaffen sie die Grundlage für wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle, die sowohl CO₂-neutralen Brennstoffersatz als auch CO₂-negative Einlagerung ermöglichen.
Modularität & Skalierbarkeit
Die Anlagen basieren auf einem modularen Konzept, das flexibel an unterschiedliche Projektgrößen, Durchsatzmengen und Biomassetypen angepasst werden kann.
Kleine, dezentrale Anwendungen ebenso möglich wie großindustrielle Anlagen
Schrittweise Erweiterung bei steigenden Kapazitätsanforderungen
Flexibilität, um heterogene Biomassen wirtschaftlich zu verwerten
Diese Skalierbarkeit stellt sicher, dass Betreiber maßgeschneiderte Lösungen für ihre individuellen Anforderungen umsetzen können.
Robuste industrielle Umsetzung
Die VTC-Technologie kombiniert stabile Prozessführung mit bewährter Anlagentechnik:
Hohe Durchsatzleistung bei geringer Prozessstörung
Standardisierte Komponenten für langfristige Zuverlässigkeit
Dauerhafter industrieller Betrieb weltweit möglich
Dank dieser Robustheit können Betreiber CO₂-neutrale Biokohle in gleichbleibender Qualität herstellen – entscheidend für industrielle Nutzung und CO₂-negative Geschäftsmodelle.
Integration in bestehende Infrastruktur
Die Anlagen lassen sich nahtlos in bestehende industrielle Prozesse einbinden.
CO₂-neutrale Biokohle kann damit maßgeschneidert und effizient produziert werden, ohne dass bestehende Anlagen oder Abläufe grundlegend verändert werden müssen.
Standardgrößen mit maximaler Flexibilität
Unsere industriellen VTC-Anlagen sind in verschiedenen standardisierten Leistungsklassen verfügbar. Dadurch ermöglichen wir eine schnelle Projektumsetzung bei gleichzeitig hoher Planungssicherheit.
Sondergrößen und individuelle Anpassungen sind selbstverständlich möglich.
Jede Anlage wird passgenau auf Rohstoff, Standort und Zielanwendung ausgelegt.
- Projekte jeder Größenordnung realisierbar
- Integration in bestehende industrielle Infrastruktur
- Hohe Durchsatzleistung bei stabiler Prozessführung
- Weltweite Umsetzung bei verfügbaren Biomasse
- Grundlage für CO₂-neutrale und CO₂-negative Geschäftsmodelle
- Flexibel an Kundenbedürfnisse und bestehende Infrastruktur anpassbar
Kontaktieren Sie uns für individuelle Lösungen
Gerne erläutern wir Ihnen Einsatzmöglichkeiten, Projektmodelle und Kooperationsformen im persönlichen Austausch.
